Die Hofstelle war in die Jahre gekommen. Dächer, Mauern, Abläufe, vieles passte nicht mehr zu dem, was der Betrieb heute braucht. 2024 hat Familie Steinberger entschieden, neu zu starten. Drei Hallen sind entstanden, jede mit eigener Aufgabe und doch Teil eines Ganzen. Hackschnitzelhalle mit Heizung. Schüttguthalle mit Werkstatt. Holzlagerhalle an der Straße. Gebaut, um zu funktionieren und um zu bleiben.
Die Steinbergers sind Waldbauern und Ackerbauern. Holz ist hier kein Trend, sondern alltägliche Arbeit. Fichten, Buchen, Wege, Lager, Transporte. Dazu Getreide, Mais, die Saison, das Wetter. Wer so lebt, denkt automatisch in Kreisläufen. Die neue Hofstelle spiegelt das. Viel Holz, klare Linien, kurze Wege, eine Planung, die den Alltag ernst nimmt.
Die ersten Schritte liefen über Thomas Köpernick. Es folgte eine enge Abstimmung die wirklich gut lief, weil der Zeitplan straff war. Frau Steinberger sagt: „Wir standen unter enormem Zeitdruck. Die Planung war sehr gut und es ist so umgesetzt worden, wie wir es uns vorgestellt haben.“
Holz als Haltung
Die Holzlagerhalle liegt an der Straße und fällt sofort auf. Sichtbare Konstruktion, saubere Details, eine Form, die Ruhe ausstrahlt. Genau das wollte die Familie. Keine anonymen Industriebauten, sondern Gebäude, die zur Landschaft passen. Frau Steinberger sagt: „Wir haben viel Wald. Das muss einfach passen. Holz ist unsere Philosophie.“
Das Positive kam schnell zurück. Nachbarn, Gemeinde, Besucher haben die neue Hofstelle gesehen und reagiert. „Wir haben viel Lob bekommen, wie es aussieht“, sagt sie. „Das zeigt, dass Funktion und Optik zusammengehen können.“
In der Hackschnitzelhalle steckt die Wärme für den Betrieb. Die Schüttguthalle mit Werkstatt ist so geplant, dass Maschinen, Werkzeuge und Material ihren Platz haben. Das Holzlager ist großzügig, gut zugänglich, wettergeschützt. Alles wirkt wie aus einem Guss. Die Familie wollte, dass die Gebäude miteinander sprechen und nicht nebeneinander stehen.
Auch die Zukunft hat einen Platz. Der Betrieb denkt über Photovoltaik nach. Die Hallen sind so geplant, dass eine Anlage jederzeit ergänzt werden kann. Frau Steinberger sagt: „PV überlegen wir, ob wir das noch nachrüsten. Das ist zu jeder Zeit möglich.“
- Maria Steinberger
Planen, bauen, miteinander arbeiten
Der hohe Vorfertigungsgrad war entscheidend, damit der Bau in der geforderten Zeit gelingen konnte. Elemente kamen pünktlich, die Montage lief ruhig. „Man hat gemerkt, dass die bei Haas wissen, was sie tun“, sagt Frau Steinberger. „Die Abläufe waren klar, die Teams haben sauber gearbeitet.“Die Familie hat den Neubau gemeinsam getragen. Frau und Herr Steinberger steuern den Alltag, der Sohn ist Landwirtschaftsmeister und wird übernehmen, sobald alles komplett fertiggestellt ist. Das war Teil der Überlegung. Es geht um Nutzungen, die heute stimmen, und um Spielräume, die morgen tragen.
Der Betrieb verkauft Brennholz und Schnittware. Dazu Schüttgut wie Mais und Getreide. Die neuen Gebäude strukturieren diese Arbeit. Wege sind kürzer, Lager sind trockener, die Werkstatt ist dort, wo sie hingehört. Die Holzlagerhalle an der Straße macht sichtbar, worum es hier geht. Holz aus dem eigenen Wald, verarbeitet, gelagert, verkauft. Ein Kreislauf, der am Hof beginnt und in der Region bleibt.Frau Steinberger zieht eine klare Bilanz. „Das Preis-Leistungs-Verhältnis passt zu hundert Prozent. Die Qualität passt zu hundert Prozent.“ Mehr muss sie nicht sagen. Wer über Wochen eine Baustelle begleitet und am Ende in ruhige, saubere Hallen tritt, weiß, was diese Sätze bedeuten.
Haas hat geplant und gebaut, als ginge es um den eigenen Hof. So beschreibt es die Familie. Kein Aufwand, der nicht erklärt wurde. Keine Entscheidung, die im Ungefähren blieb. Die Häuser sind da, sie funktionieren, sie fügen sich in das, was hier gelebt wird. Das ist der eigentliche Erfolg.
Die Steinbergers wollten am Ende keine spektakuläre Architektur, sondern eine Hofstelle, die trägt. Holz war dafür selbstverständlich. Planung und Tempo mussten stimmen. Die Region sollte sich in den Gebäuden wiederfinden. Genau das ist passiert. Die Hofstelle wirkt heute geschlossen und offen zugleich. Geschlossen, weil alles zusammengehört. Offen, weil sie für künftige Schritte vorbereitet ist.
Wenn Maria und Georg Steinberger über den Bau sprechen, bleiben sie sachlich. Der Tenor der beiden, die Planung sei sehr gut gewesen, die Umsetzung schnell und präzise, die Optik überzeugend. Die Eheleute Steinberger erzählen, auch die Gemeinde habe die neuen Gebäude positiv gesehen. Sie sagt, Photovoltaik sei jederzeit möglich. Mehr braucht es nicht, um zu verstehen, warum dieser Neubeginn gelungen ist.