Der Hof von Christoph Marketsmüller in Obertaufkirchen ist ein Ort, an dem vieles in Bewegung ist und gleichzeitig viel Beständigkeit zählt. 2024 hat er einen neuen Jungvieh und Bullenmaststall gebaut. Ein Strohstall, hell, klar strukturiert und konsequent auf Tierwohl ausgerichtet. Schon beim ersten Blick merkt man, dass hier nichts zufällig ist. Licht, Luft, Flächen und Technik greifen ineinander.

Marketsmüller steht gern draußen, das hört man sofort. „Ich bin gern Landwirt. Ich kann auch nichts anderes“, sagt er und lächelt kurz. Seine Ruhe prägt den Stall, den er gebaut hat. Keine lauten technischen Lösungen, keine überladenen Elemente. Ein funktionaler Raum, der den Tieren gut tut und dem Menschen den Alltag erleichtert.

Technik, die mitdenkt

Das Klima war eines der wichtigsten Themen. Der Stall sollte luftig sein, ohne Zug, warm ohne Stauhitze und offen ohne Temperatursturz. Die automatische Steuerung der Curtains reagiert auf Wetter und Wind. „Das funktioniert super. Sobald sich das Wetter ändert, regelt das System, wie es die Tiere brauchen“, sagt er.

Die Sheddachausführung bringt Licht tief in den Stall. So entsteht ein ruhiges, gleichmäßiges Helligkeitsbild. Das unterstützt die Entwicklung der Tiere und stabilisiert die Vitamin D Bildung. Marketsmüller sagt: „Licht und Luft sind einfach das Wichtigste. Das merkt man.“

Der Stall ist freitragend und schafft damit Platz für Arbeitswege und Tierbewegung. Kein Stützenwald, keine Hindernisse. Die Struktur ist klar, die Nutzung flexibel. Und alles so gebaut, dass es auch in Zukunft funktioniert. „Wenn mal jemand aus der Familie weitermacht, soll es dann auch noch passen. Das war mir wichtig.“

Köpernik begleitete ihn durch die Planung. „Er hat mir viele Themen abgenommen. Ich musste nicht alles selbst recherchieren. Das war wirklich angenehm.“ Seine Empfehlungen waren laut Marketsmüller durchdacht, praxisnah und auf die Bedürfnisse der Mastviehhaltung abgestimmt.

- Christoph Marketsmüller

  • Neuer Rinderstall von Haas Landwirtschaftsbau mit Photovoltaikdach und Holzfassade auf grüner Wiese
  • Senkrechte Luftaufnahme des Stalldachs mit Photovoltaikmodulen und roten Ziegeln
  • Luftaufnahme des Rinderstalls mit rotem Dach inmitten grüner Wiesen
  • Giebelseite des Rinderstalls mit Holzfassade und weit auskragendem Dach
  • Luftaufnahme des Rinderstalls mit rotem Dach inmitten grüner Wiesen
  • Luftaufnahme des Rinderstalls mit rotem Dach und Photovoltaik am Feldrand
  • Luftaufnahme des Rinderstalls mit durchgehender Photovoltaikanlage auf dem Dach
  • Luftaufnahme des Rinderstalls mit großer Photovoltaikanlage und offener Giebelseite zwischen Feldern
  • Strohstall für Mastrinder in Obertaufkirchen mit Photovoltaikdach und Holzfassade
  • Rinderstall mit Pultdach und offener Seite vom Feld aus gesehen
  • Längsseite des Rinderstalls mit lichtdurchlässigen Wandelementen und rotem Dach
  • Giebelseite des Strohstalls in Obertaufkirchen mit Holzfassade, Tor und Fenstern
  • Futtertisch mit Buchten beidseitig unter Holzdach mit Lichtfirst im Strohstall in Obertaufkirchen
  • Gebogene Leimholzbinder der Dachkonstruktion im Rinderstall von Haas Landwirtschaftsbau
  • Kühe am Fressgitter unter der Holzdachkonstruktion, Strohballen auf der Empore
  • Fleckviehkuh blickt im Stall mit Holzdach neugierig in die Kamera
  • Fleckviehkuh mit gelben Ohrmarken schaut über das Fressgitter
  • Nahaufnahme einer Kuhnase zwischen den Stangen des Fressgitters im Stall
  • Kuh streckt im Stall die Zunge heraus, Nahaufnahme am Fressgitter
  • Detail der Holzdachkonstruktion mit Sparren und Pfetten im Rinderstall
  • Strohlager und Buchten mit Mastrindern unter Holzdachtragwerk in Obertaufkirchen
  • Blick von der Empore in den Rinderstall mit Fressgängen, Kühen und Holzdach
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Ein Bau, der bleibt

Für Marketsmüller ist dieser Stall keine Spielerei, sondern ein Werkzeug, das seinen Betrieb stärkt. „Ich würde es wieder so machen. Vielleicht etwas größer, aber wieder mit Haas“, sagt er. Die Tiere wirken ruhig, der Stall klingt gedämpft, das Licht bleibt klar. Man spürt sofort, dass die Entscheidung für den Strohstall auch eine Entscheidung für Ruhe und Gesundheit war. Der Landwirt beschreibt sich selbst als eher zurückhaltend. Doch wenn es um den Stall geht, überlegt er nicht lange. „Es passt einfach“, sagt er. Das ist für ihn das beste Lob.

Der Neubau fügt sich still in die Landschaft und wirkt, als hätte er hier immer gestanden. Ein Stall, der mitschwingt, mitdenkt und mitwächst. Genau so, wie Marketsmüller arbeitet.